Schadensfall melden, dokumentieren, auflisten und mindern

So lautet die Zauberformel um sich Leistungen im Schadensfall zu sichern. Ihre Checkliste für den Schadenfall:

Falls Sie von einem Versicherungsmakler betreut werden, können Sie sich direkt an diesen wenden. Er wird dann alle erforderlichen Schritte beim Versicherer einleiten. Alternativ bietet sich nachfolgende Checkliste an um teure Fehler zu vermeiden und unter Umständen hohe Versicherungsleistungen zu riskieren:

1. Prüfung des Selbstbehaltes:
Vergewissern Sie sich selbst in den Vertragsunterlagen, wie hoch der vereinbarte Selbstbehalt ist. Von jedem Schaden trägt der Kunde den im Versicherungsschein vereinbarten Selbstbehalt. Wenn dieser höher als der Schaden ist, lohnt eine Meldung beim Versicherer nicht. Gerne unterstützt Sie Ihr Versicherungsmakler. Bitte beachten Sie unbedingt, dass Kleinstschäden möglichst nicht gemeldet werden sollten. Für nähere Informationen fragen Sie bitte Ihren Makler.

2. Schadenmeldung:
Melden Sie einen Schaden immer so schnell wie möglich, am besten schriftlich per Fax. Also nicht erst etwas reparieren lassen und dann der Versicherung schicken. Kopieren Sie alle Unterlagen, die Sie der Versicherung schicken. Schildern Sie den Schadenshergang genau. Jede Versicherung hat Experten, die die Angaben nachprüfen und zum Teil nachspielen. Bei Ungereimtheiten wird der Versicherer die Regulierung zunächst zurückstellen oder verweigert sie ganz.

3. Schadenminderung vornehmen und Weisungen des Versicherers befolgen:
Versicherte sind verpflichtet den Schaden möglichst gering zu halten. Soweit die Umstände es gestatten, ist daher alles zu unternehmen, um den eingetretenen Schaden möglichst gering zu halten. Am besten fragen Sie die Versicherung oder Ihren Makler, welche Vorkehrungen Sie hierzu konkret treffen müssen.

4. Polizeiliche Meldung mit Stehlgutliste:
Schäden durch Diebstahl, Einbruchdiebstahl, Vandalismus oder Beraubung müssen unverzüglich der zuständigen Polizeidienststelle angezeigt werden. Notieren Sie sich das betreffende Aktenzeichen. Der Versicherer und die Polizei verlangen in der Regel ein Verzeichnis der abhanden gekommenen Sachen, eine sogenannte “Stehlgutliste”. Es ist daher ratsam, diese Liste möglichst zeitnah zu erstellen und zur Verfügung zu stellen.

5. Veränderung der Schadenstelle:
Nicht gleich alles aufräumen, der Versicherer hat ein Recht darauf, zerstörte Gegenstände zu sichten. Bei Eintritt eines Versicherungsfalls ist die Schadenstelle daher möglichst so lange unverändert zu lassen, bis sie durch den Sachverständigen des Versicherers oder Maklers freigegeben worden ist. Sind Veränderungen unumgänglich, sind die beschädigten Teile bis zu einer Besichtigung an anderer Stelle aufzubewahren. In keinem Fall dürfen Reparaturen ohne vorherige schriftliche Freigabe des Versicherers in Auftrag gegeben werden.

6. Kooperation mit Versicherer:
Bitte ermöglichen Sie dem Versicherer jede Untersuchung über Ursache und Höhe des Schadens, erteilen Sie vollständig Auskunft hierzu, bringen Sie auf Verlangen des Versicherers Belege möglichst zeitnah bei.

7. Bei Wiederauffindung abhanden gekommener Sachen:
Bei Wiederauffindung versicherter Sachen sollte der Versicherer immer sofort informiert werden.

8. Rechtsschutz:
Erst den Versicherer kontaktieren, dann den Anwalt beauftragen. Beim Versicherer muss man sich grundsätzlich vorher eine Deckungszusage einholen, sonst riskiert man Leistungen.

9. KFZ-Schaden:
Kommt es zu einem Streit wegen eines Unfalls, sind Zeugen elementar wichtig. Daher ist es ratsam, nach einem Unfall sofort nach Zeugen Ausschau halten und Namen und Adressen notieren. Des Weiteren sollten Fotos vom Unfallort gemacht werden.

 

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